Buchvorstellung Fritz Benscher

Am Montag, den 15. Januar 2018, lädt die KZ-Gedenkstätte Dachau herzlich zu einer Buchvorstellung mit anschließender Diskussion ein. Dr. Beate Meyer stellt ihr Buch über „Fritz Benscher. Ein Holocaust-Überlebender als Rundfunk- und Fernsehstar in der Bundesrepublik“ vor. Die Einführung in den Abend übernimmt Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

tl_files/images/aktuelles/Newsletter/Ausgabe 8 - Sommer 2017/Cover_Fritz benscher_Buch.jpg»Leider hatte der ›Führer‹ keine großen Sympathien für mich«, umschrieb Fritz Benscher (1904–1970) die Jahre nach 1933 und seine Haft in Theresienstadt, Auschwitz und Dachau. Während der Weimarer Republik hatte Benscher erste Erfahrungen am Theater und beim jungen Rundfunk gesammelt. Nach der Befreiung 1945 wurde er Oberspielleiter bei Radio München, dem späteren Bayerischen Rundfunk. Mit bissigem Witz und Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus verschrieb er sich der Reeducation seiner Landsleute. Später kämpfte er engagiert gegen die Wiederbewaffnung.

Beate Meyer stellt die Biografie über den fast vergessenen Fritz Benscher als Geschichte eines virtuosen Medienstars wie eines Überlebenden vor, der fast an dem Erlebten zerbricht.

Beate Meyer, Dr. phil., arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg. Neben ihren Forschungen sammelte sie Erfahrungen in der Oral History und im Ausstellungsbereich. Seit elf Jahren hat sie die wissenschaftliche Betreuung der Biographieforschung zu den Stolpersteinen in Hamburg übernommen.

Zu ihren zahlreichen Publikationen zählen: „Jüdische Mischlinge“. Rassenpolitik und Verfolgungserfahrung 1933–1945, Hamburg 1998; Tödliche Gratwanderung. Die Reichsvereinigung der Juden zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung (1939–1945), Göttingen 2011.