"Auf dem Appellplatz (...) durfte jetzt an freien Sonntagen Fußball gespielt werden" - Fußball im KZ Dachau

Samstag, 07.07.2018, 12.00-14.30 Uhr
Referenten: Klaus Schultz, Diakon Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, und Andreas Wittner, Archivar Erlebniswelt FC Bayern München
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung: Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag bis spätestens 11.45 Uhr
Kosten: 4 Euro

Mit der Veröffentlichung von Bildern spielender Häftlinge im KZ Dachau wurde der Fußball schon 1933 zu Propagandazwecken missbraucht. Später beschreibt Ferdinand Hackl in einem Zeitzeugenbericht, wie er Fußball im KZ Dachau erlebte: „Auf dem Appellplatz, wo Häftlinge täglich schikaniert und sehr oft auch zu Tode gequält wurden (...), durfte jetzt an freien Sonntagen Fußball gespielt werden. Diese Spiele halfen den spielenden und auch den zuschauenden Häftlingen, ihr Leid und den Hunger (...) ein wenig zu vergessen“.

Neben Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern, wurden 16 Vereinsmitglieder in das KZ Dachau verschleppt. Alfred Strauß war 1933 eines der ersten Opfer. Von ihm, aber auch von anderen, die dem Fußball verbunden waren, wird bei dem Rundgang erzählt. Außerdem wird nach dem Umgang – auch anderer Fußballvereine – mit diesem Teil ihrer Geschichte gefragt.

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