Vorstellung der Machbarkeitsstudie zum ehemaligen KZ-Außenlagerkomplex München-Allach

1943 entstand in München-Allach ein KZ-Außenlagerkomplex für Tausende Häftlinge aus Dachau, die für die Rüstungsproduktion von BMW Zwangsarbeit leisten mussten. Hunderte starben an den Folgen. Das Lager wurde am 30. April 1945 befreit. Nach 1952 errichtete das Land Bayern hier die Siedlung Ludwigsfeld. Zwar wurde die NS-Vergangenheit des Ortes nicht völlig vergessen, aber erst langjähriges bürger schaftliches Engagement verlieh der Forderung nach einem würdigen Gedenkort Nachdruck. Derzeit befinden sich zwei Gedenktafeln an der noch erhaltenen ehemaligen Sanitär baracke des Lagers in der heutigen Granatstraße 10.

Um künftig ein angemessenes Gedenken vor Ort zu verbessern, haben die KZ-Gedenkstätte Dachau und die Landeshauptstadt München die bürgerschaftlichen Initiativen aufgegriffen und eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Sie wurde in einem transparenten und partizipativen Verfahren mit Vertretungen der Opferverbände und örtlicher Vereine erarbeitet. Der Öffentlichkeit wird nun die Zusammenfassung der Ergebnisse vorgestellt. Die geplanten Maßnahmen, die ein würdiges Gedenken und die Erinnerung an das ehemalige Außenlager im öffentlichen Bewusstsein nachfolgender Generationen verankern, werden präsentiert und Fragen dazu beantwortet.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu der Veranstaltung am Mittwoch, den 6. Juni 2018, um 19 Uhr, im Präsentationsraum des Beruflichen Schulzentrums an der Nordhaide, Schleißheimer Str. 510.

Die Veranstaltung findet  in Kooperation mit der Landeshauptstadt München statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort:
Präsentationsraum des
Beruflichen Schulzentrums an der Nordhaide,
Schleißheimer Str. 510
80933 München
Barrierefreier Zugang
U2 / Haltestelle Dülferstraße

 

PROGRAMM

Begrüßung
Dr. Gabriele Hammermann,
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Anton Biebl,
Stadtdirektor im Kulturreferat der Stadt München

Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie
Dr. Jochen Ramming,
frankonzept, Würzburg

Erläuterungen zu den geplanten Maßnahmen
Dr. Gabriele Hammermann,
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Dr. Sabine Schalm,
Kulturreferat der Stadt München, Stadtgeschichte

Wir freuen uns, dass Abba Naor, Vizepräsident des Internationalen Dachaukomitees, und Ernst Grube, Präsident der Lagergemeinschaft Dachau, ihre Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt haben und sich zu den geplanten Maßnahmen äußern.

Moderation des Abends
Andrea von Gleichenstein

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